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Nebenbei als Closer starten, während das eigene Online-Business läuft – eure Copy & Close Erfahrungen?

Kurze Bestandsaufnahme, bevor die eigentliche Frage kommt: Ich betreibe seit ein paar Jahren mein eigenes kleines Online-Business, nichts Riesiges, aber genug, um den Tag zu füllen. Hier im Board taucht regelmäßig der Tipp auf, sich mit einem zweiten Standbein am Telefon statt nur über die eigene Website ein Zusatzeinkommen aufzubauen, und Closing wird dabei auffällig oft in den Raum geworfen. Gelesen habe ich bisher aber kaum jemanden, der das tatsächlich parallel zu einem laufenden Online-Business macht und nicht nur als kompletten Neuanfang von null – deshalb jetzt die Frage direkt an euch, weil mir reine Theorie an der Stelle nicht weiterhilft. Aufgefallen ist mir das Thema durch einen älteren Thread hier, in dem jemand kurz erwähnte, nebenbei zu closen, auf Nachfragen dazu aber nie mehr geantwortet hat, und seitdem lässt mich die Frage nicht mehr los.

Was mich konkret umtreibt: Ein Verkaufsgespräch für ein fremdes, hochpreisiges Angebot lässt sich schlecht zwischen zwei eigene Kundentermine quetschen, dafür ist die Vorbereitung zu wichtig und die Konzentration am Telefon zu hoch. Legt ihr dafür feste Blöcke fest, sagen wir drei, vier Nachmittage die Woche, und lasst den Rest komplett fürs eigene Business frei? Oder schiebt ihr eigene Aufgaben so lange nach hinten, bis ein Termin mit einem Interessenten reinpasst, egal wann der liegt?

Aus Gesprächen mit Lesern unseres Ratgebers höre ich dazu zwei ziemlich gegensätzliche Rückmeldungen. Die einen sagen, Bedarfsanalyse und Einwandbehandlung aus dem eigenen Verkauf lassen sich eins zu eins aufs Closing für andere übertragen, das sei fast geschenkte Vorarbeit. Die anderen berichten vom Gegenteil: Der ständige Wechsel zwischen der eigenen Unternehmerrolle und dem Gespräch für ein fremdes Angebot koste mehr Kraft, als die zusätzlichen Termine am Ende wert seien, weil man gedanklich nie richtig irgendwo ankommt. Ein Leser schrieb mir dazu neulich, er habe nach drei Monaten wieder aufgehört, nicht weil die Gespräche schlecht liefen, sondern weil abends schlicht keine Kapazität mehr für das eigentliche Business übrig war. Beides klingt für mich plausibel, und genau deshalb weiß ich nicht, wem ich hier eher glauben soll.

Zeitlich kommt dazu, dass beides dieselbe Tagesressource anzapft: Wer vormittags schon drei eigene Kundengespräche geführt hat, geht anders in ein Verkaufsgespräch am Nachmittag als jemand, der frisch und ausgeruht startet. Bringt ihr genug Energie für zwei Rollen an einem Tag auf, oder merkt ihr, dass eine Seite zwangsläufig schwächer wird, sobald die andere gerade gut läuft? Verschiebt sich bei euch am Ende eher die Menge oder die Qualität, läuft das eigene Business also formal weiter, aber spürbar lockerer, weil die beste Energie ins fremde Verkaufsgespräch fließt? Und wie handhabt ihr Monate, in denen das eigene Business ohnehin schon alles fordert – lasst ihr die Closing-Termine dann ruhen oder zieht ihr die trotzdem durch?

Bevor ihr antwortet, ganz kurz meine eigene Position dazu, mehr als diesen einen Absatz will ich dem hier gar nicht einräumen: Kleiner Disclaimer vorweg, den ich nicht verstecken will – ich gehöre zum Team von RatgeberPlatz.de, dort ist der Ratgeber Copy & Close entstanden, ich bin also alles andere als eine neutrale Stimme von außen.

Genau wegen dieser Wechsel-Frage haben wir darin ein Kapitel zur Bedarfsanalyse und eins zur Einwandbehandlung aufgenommen, weil beides tatsächlich übertragbar ist, wenn man es einmal sauber gelernt hat – ob nun fürs eigene Angebot oder für ein fremdes. Mehr will ich dazu inhaltlich gar nicht ausbreiten, das würde diese Frage hier nur zutexten.

Nüchtern muss an dieser Stelle auch sein: Nebenbei heißt nicht mal eben zwischendurch. Ein Verkaufsgespräch mit voller Aufmerksamkeit lässt sich nicht neben einer halb offenen zweiten Aufgabe führen, und genau das unterschätzen die meisten am Anfang. Wie viele Termine sich neben einem eigenen Business realistisch ausgehen und was am Ende dabei herumkommt, lässt sich vorher unmöglich seriös durchrechnen, auch der Ratgeber macht dazu bewusst keine Zahlen oder Versprechen.

Copy & Close als Cover-Ansicht, unser PDF-Ratgeber übers Closer-Werden

Bei Interesse steht das bei uns online: Kapitelübersicht bei RatgeberPlatz.de – mehr Werbung dafür mache ich hier bewusst nicht, das würde den Thread nur vom eigentlichen Thema wegziehen.

Viel wichtiger als jede Kapitelliste sind für mich ohnehin eure eigenen Copy & Close Erfahrungen oder generell eure Erfahrung mit Closing neben einem laufenden Online-Business: Würdet ihr das heute nochmal so parallel starten, oder lieber warten, bis das eigene Business stabiler läuft?