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Für alle mit Agentur-Plänen: Lovable-Workshop mit Ralf Schmitz am 09.08.2026

Ich lese hier seit einer Weile mit, weil ich mit dem Gedanken spiele, das nebenbei Angefangene irgendwann als kleine Agentur aufzuziehen. Und je länger ich rechne, desto klarer wird, dass die Kalkulation nicht am Stundensatz hängt, sondern an der Zeit pro Projekt.

Ein Beispiel aus meiner eigenen Praxis: Ein Handwerksbetrieb aus der Nachbarschaft wollte eine Seite mit Leistungen, Referenzen und einem Kontaktformular. Nichts Aufregendes. Vom ersten Gespräch bis zur Freigabe sind fünf Wochen vergangen, echte Arbeitszeit gut drei Tage. Der Kunde hatte ein Budget im niedrigen vierstelligen Bereich, das war für ihn schon viel. Für mich stand am Ende ein Stundensatz da, für den ich lieber angestellt geblieben wäre. Wer klein anfängt, kennt genau diese Klemme: Die Kunden mit den kleinen Budgets sind die, die man bekommt, und die rechnen sich am schlechtesten.

Deshalb schaue ich mir gerade sehr genau an, was mit KI beim Seitenbau geht. Konkreter Anlass ist ein Live-Workshop von Ralf Schmitz am Sonntag, den 09.08.2026 um 11 Uhr über Zoom. Er baut darin mit Lovable live eine komplette Landingpage. Bei dem Tool beschreibt man in normalen Sätzen, was auf die Seite soll, statt Blöcke zu schieben. Angekündigt ist: leere Seite am Start, fertige Landingpage nach unter 60 Minuten, ohne Zusammenschnitt. Man sieht also auch, wo die KI danebenliegt und wie er das wieder einfängt. Dazu ein Fahrplan für die Reihenfolge, Beispiele zum Nachbauen und eine Fragerunde am Ende. Details stehen auf der Workshop-Seite.

Warum das für eine kleine Agentur relevant sein kann: Nicht, weil man dann Seiten im Akkord raushaut, sondern weil sich der Zeitanteil verschiebt. Wenn die erste vorzeigbare Version in einer Stunde steht, kann man dem Kunden im zweiten Termin schon etwas Echtes zeigen, statt Skizzen. Meine Erfahrung ist, dass Projekte genau in dieser Phase versanden – der Kunde kann sich nichts vorstellen, gibt schwammiges Feedback, und man dreht Runden. Ein sichtbarer Entwurf verkürzt das enorm.

Der Termin kostet 37 Euro statt regulär 199 Euro, die Plätze sind begrenzt, eine Wiederholung gibt es nicht. Wer sich das ansehen will, sollte sich rechtzeitig ein Ticket sichern.

Fair bleiben will ich trotzdem: Kunden gewinnt man damit nicht. Angebote schreiben, Erwartungen managen, Rechnungen hinterherlaufen – das bleibt genau so, wie es ist. Und wer die Grundlagen von Aufbau und Text nicht kennt, liefert mit KI nur schneller etwas Mittelmäßiges ab. Das Werkzeug ersetzt kein Urteilsvermögen, es beschleunigt nur die Umsetzung.

Was mich an dem Termin zusätzlich reizt, ist die Fragerunde am Ende. Bei kleinen Kundenprojekten gibt es immer die gleichen Konfliktpunkte: Wie viele Korrekturschleifen sind im Preis drin, wie geht man mit Kunden um, die Texte nicht liefern, und ab wann sagt man ehrlich, dass eine Seite in dieser Form nichts bringt. Wenn man solche Fragen jemandem stellen kann, der viele solcher Projekte gesehen hat, ist das für mich mehr wert als der Werkzeug-Teil.

Ein Sonntagvormittag ist außerdem eine Zeit, in der bei mir garantiert kein Kundentermin liegt. Bei Weiterbildungen unter der Woche habe ich mich schon zu oft rausziehen lassen, weil doch etwas dazwischenkam. Ein einzelner fester Termin von rund einer Stunde plus Fragen ist da ehrlicher kalkuliert als ein Videokurs, den ich mir dann angeblich nebenbei ansehe.

Wie kalkuliert ihr das aktuell: Feste Pakete für kleine Seiten oder alles nach Aufwand?